Michael Peinkofer

Autor und Journalist

 

Unter dieser Rubrik gibt es Hintergrundstorys und Infos zur Entstehung von Roman- und anderen Projekten …

WIE EIN COVER ENTSTEHT

Welches Cover ein Roman zieren wird, ist natürlich eine wichtige Entscheidung – deshalb wird sie in aller Regel auch nicht von einer Person allein getroffen und meist in Abstimmung zwischen Verlag und Autor. Manchmal ist es so, dass ich während der Arbeit an einem Buch noch gar keine Vorstellung vom Cover habe. Bei TIEFER ZORN jedoch, dem zweiten Band der LEGENDEN VON ASTRAY, hatten wir uns schon früh auf ein Motiv geeinigt. Da ein guter Teil der Handlung in der sturmumtosten Küstenstadt Skaradag spielt,  sollte sie auch auf dem Cover zu sehen sein. Im Vordergrund wie schon bei Band 1 einer der Protagonisten der Reihe – diesmal die Diebin/Sängerin Bray. Auch die Atmosphäre des Bildes mit eher düsterer, blaugrüner Farbgebung stand schon früh fest.

Eine Beschreibung des Motivs, das das Buch wieder panoramaartig umlaufen sollte, wurde an die in München ansässige Agentur Guter Punkt gegeben, deren kreative Köpfe schon viele meiner Fantasy-Romane gestaltet haben. Mit dem Zeichnen des Covers wurde der rumänische Künstler Mihai Radu beauftragt – ein großartiges Talent, dessen breites Portfolio seine Vielseitigkeit zeigt. Die unterschiedlichen Stadien, die Mihais Artwork für das Cover von TIEFER ZORN durchlaufen hat, sind unten zu sehen: Nachdem es zuerst darum ging, die Bildaufteilung skizzenhaft zu erfassen, diente der tweite Entwurf bereits dem Farbdesign und der Atmosphäre. Während die Farbgebung bereits im ersten Anlauf überzeugte, kamen wir zu dem Schluss, dass Regen und eine sturmgepeitschte See sowohl dem Schauplatz als auch der Stimmung im Roman noch besser gerecht werden würden – in einem dritten Gestaltungsschritt hat Mihai diese Wünsche berücksichtigt und zu dem auch eine Variante von Bray vorgelegt. Diese dritte Version diente als Entscheidungsgrundlage für die vierte Stufe – nämlich das endgültige Cover mit detailliert ausgearbeiteten Hintergründen. Das Ergebnis, so finde ich, ist wirklich gelungen und fängt nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die epische Breite der Geschichte ein – und das buchstäblich.

Danke, lieber Mihai, für diese wunderbare Arbeit!